|
Franz Liszt im Schottenstift
Unter diesen Verwandten sticht vor allem der Onkel Franz Liszt’s, Generalprokurator Dr. Eduard Ritter von Liszt (1817-1879, unteres Bild), heraus, dem Franz Liszt nach dem Tod seines eigenen Sohnes Daniel (1859) den erblichen Ritterstand übertragen ließ. Dr. Eduard Ritter von Liszt zog 1863 in eine Wohnung im sogenannten „Schottenhof“ ein. Selbst sehr kulturinteressiert und musikalisch begabt richtete er in seiner Wohnung einen eigenen Raum ein, der auf Grund der Farbe der Polsterung der Möbel als „Blauer Salon“ bekannt wurde. Nachdem Franz Liszt ab 1869 im Rahmen seiner Wien-Aufenthalte regelmäßig bei seinem Onkel wohnte, fanden dort viele musikalische Treffen statt, an denen u.a. Richard Wagner, Ludwig Bösendorfer, Sophie Menter u.dgl. teilnahmen. Nach dem Tode des Generalprokurators und dessen Witwe übernahm der Sohn, Eduard jun., die Wohnung und begann bereits 1936 anläßlich der Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum des Todestages von Franz Liszt einige Gegenstände nach Ungarn zu verkaufen. Die Wohnung selbst wurde nach dem Tode von Eduard jun. ausgeräumt und die noch vorhandenen Einrichtungsgegenstände auf verschiedene Orte aufgeteilt. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Ferenc Liszt Gedenkmuseum in Budapest, dem Burgenländischen Landesmuseum in Eisenstadt und dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien statt und versucht die Spuren Franz Liszt’s rund um das Schottenstift, seine Aufenthalte in der Wohnung seines Onkels, die Beziehungen zum Konvent der Schottenmönche und das weitere Schicksal des sogenannten „Blauen Salons“ darzustellen.
|
|||
![]() |
|||
![]() |
|||