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Jahre Schottenstift
Jubiläumsmesse und Fest auf der Freyung
Bereits zum Einzug wurde klar, dass der 8. Mai ein Fest für alle
sein sollte: Gregorianischer Choral, neuzeitliche Polyphonie und geistliches
Liedgut der Gegenwart wurden verwoben zu einem gemeinsamen Jubelruf aller,
die vor Gott hintreten und ihn preisen wollen. In seiner Predigt nahm
Prior
P. Nikolaus Poch, der den erkrankten Abt Heinrich Ferenczy vertrat, nicht
nur Bezug auf die Ereignisse, die das Stift ereilten, sondern auch auf
die Personen, die über die Jahrhunderte in irgendeiner Form dem Stift
verbunden
waren. Die Fürbitten wurden von Vertretern verschiedenster Gruppen
der Schottenfamilie vorgebracht. Das Gefühl des heiteren Dankes wurde
besonders während der Kommunion mit Heinrich Schütz' Vertonung
des Psalms 136 (im
wahrsten Sinne des Wortes »mit Pauken und Trompeten«) spürbar.
Einen wunderschönen Kontrast boten beim Auszug die Orgelklänge
in und das Dudelsackpfeifen vor der Kirche. Hatte es beim Einzug noch
geregnet, stellte sich rechtzeitig zur Agape Sonnenschein ein.
Nachdem P. Nikolaus den neuen Jubiläumswein »Scottos«
verkostet und P. Christoph Merth das erste Bierfass angestochen hatten,
bot sich den Gekommenen ein reichhaltiges Angebot. Zu Wein und Schlägler
Bier wurde
stiftseigenes schottisches Hochlandrind gereicht. Bei einem speziellen
Stand konnte man sich über die einzelnen Pfarren, welche dem Schottenstift
inkorporiert sind, informieren. Das eigenhändige Prägen von
Jubiläumsmünzen erfreute sich hoher Beliebtheit. Für Kinder
und Jugendliche hatten die
Pfadfinder ein eigenes Programm zusammengestellt.
Die Dudelsackformation »Vienna Pipes« sorgte den ganzen Nachmittag
über für eine iroschottische Atmosphäre. Das Fest zog sich
bis in die späten Abendstunden hin.
© Text: Maximilian Alexander Trofaier
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