Pfingstdienstag:
Konventausflug nach Kranichberg und Maria Schutz
25. Mai 2010


Unser diesjähriger Konventausflug führte uns zu den südlichen Wiener Hausbergen, ins Semmeringgebiet. Erste Station war die Kranichburg bei Gloggnitz. Diese Anlage gehörte seit dem 18. Jahrhundert der Erzdiözese Wien und war die Sommerresidenz der Erzbischöfe. Unter Kardinal König wurde sie in den 1970-er Jahren, auch wegen der hohen Unterhaltkosten, verkauft. Leider macht die Anlage heute einen ziemlich verwahrlosten Eindruck. Der Ausblick ist einmalig, vor allem genossen wir ihn bei herrlichem Sonnenschein (was dieses Jahr bis jetzt ein Glücksfall war). Der Schneeberg machte Ende Mai seinem Namen immer noch alle Ehre.

Nach Besichtigung der Schloss- und der Pfarrkirche ging es dem nächsten Höhepunkt entgegen: unser Mittagessen beim Ramswirt in Rams gestaltete sich etwas schwierig. Alle Augenblicke meldete die Kellnerin, dass dies und jenes schon „aus sei“. Aber zum Schluss hatten doch alle etwas Schmackhaftes vor sich stehen. Vor dem Essen hielten wir noch die Mittagshore in einer Blockhütte. Dort wurde unsere Runde von zwei Meisterwerken der alpenländischen Schnitzkunst flankiert: einem riesigen Osterhasen auf der einen und der hl. Familie auf der anderen Seite. Das gab ein sehr stimmungsvolles Bild.

Nach einem Verdauungsspaziergang durch den Privatzoo des Ramshofes (Frater Augustinus war sehr ausdauernd im Füttern des Geißbockes), fuhren wir weiter nach Maria Schutz, um dort die Vesper und die Eucharistie zu feiern. Zu unserer Überraschung trafen wir dort auf die Mitbrüder aus Admont, die ebenfalls an diesem Tag ihren Konventausflug unternahmen, und auf der Rückfahrt aus dem Burgenland in Maria Schutz die Vesper beten wollten.

Nach einer Jause beim Kirchenwirten ging es mit der Abendsonne heimwärts. Das herrliche Wetter hat aus dieser Fahrt wieder einmal ein schönes Gemeinschaftserlebnis werden lassen.

Frater Stephan-Maria Szinai

  

zum Bildbericht >>