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Aus dem Kloster:
Von Abt Michael und Prior P. Benedikt freundlich begrüßt, führte uns Prior Benedikt nach einer kurzen „Aufwärmphase“ durch die Abteigebäude. Die große Klosteranlage wird heute zum Teil von den 22 Chorherren (davon 8 ständig im Kloster) bewohnt. Einige Gebäudetrakte wurden mit Gästezimmern ausgestattet, andere werden von der Kunstakademie genutzt. Diese Akademie, 1970 aus der Taufe gehoben, ist in ganz Europa bekannt. Im Mitteltrakt befindet sich der prächtige Marmorsaal (Baumeister J. Munggenast, die Fresken stammen von Paul Troger). Eines der kulinarischen Standbeine ist die berühmte Fischzucht. Geras ist für seine (nicht zu fetten) Karpfen bekannt. Bei vielen Wienern ist der Heilige Abend ohne Karpfen aus Geras undenkbar. Der Klosterladen des Schottenstiftes sorgt dann auch dafür, dass dieser Wunsch jedes Jahr erfüllt wird! Nach dem Mittagsgebet waren wir zu einem deftigen Mittagessen mit den Mitbrüdern eingeladen. Danach führte uns Abt Michael in die byzantinische Liturgie ein. Er hat vor einigen Jahren eine byzantinische Kapelle eingerichtet. Diese Liturgie findet immer mehr Interesse. An Hochfesten kommen inzwischen bis zu 100 Gläubige bis aus Wien nach Geras. Für eine Außenbegehung war es zu kalt. Obwohl ein strahlender Sonnentag, der kalte Wind pfiff uns um die Ohren. Inzwischen war es auch Zeit zum Abschied nehmen. In der kurzen Zeit wurden alte Freundschaften wieder aufgefrischt und wir hoffen auf einen Gegenbesuch. Herzlichen Dank unseren Gastgebern! Noch bei herrlichem Winterwetter ging es wieder zurück. Wien hatte uns wieder! Frater Stephan Szinai
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