Aus der Gemeinschaft:
Konventausflug nach Laxenburg
26. April 2011


"Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah....", diese alte Binsenwahrheit hat sich bei unserem Konventausflug wieder einmal bewahrheitet. Vor den Toren Wiens gelegen, eine knappe 3/4 Stunde Autofahrt, bietet das ehem. kaiserliche Jagdrevier Sehenswertes in Hülle und Fülle. Da Laxenburg schon in den Ausläufern der pannon. Tiefebene liegt, bot es viel Platz für großzügige Bauten. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden so mehrere Schlossanlagen, eingebettet in den größten Naturpark Österreichs.

Unser erster Termin galt der IIASA (Internat. Institut für Angewandten Systemanalyse). Ein Altschotte, Wolfgang Lutz, ist dort Leiter der Abt. Demographie. Diese Institution ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Forschungsorganisation, deren Tätigkeiten sich überwiegend auf die menschlichen Dimensionen des globalen Wandels konzentrieren. Uns interessierte natürlich die zukünftige Entwicklung der Religionen. In einer lebhaften Diskussion mit zwei hinzugezogenen Mitgliedern des Instituts ergaben sich überraschende und hoffnungsvolle Aspekte für deren Zukunft.

Nach dem Mittagessen und einem längeren Verdauungsspaziergang im Park ging es zur Franzensburg. Diese weitläufige, ständig erweiterte Burganlage liegt auf einer künstlichen Insel, auf die wir mit einer Fähre übergesetzt wurden. Kaiser Franz II begann mit dem Bau 1798 ,der 1838 beendet war.

Die Ausstattung der Burganlage wurde aus vielen Schlösser und Stiften zusammengetragen. Die "Besuche" des Kaisers an den jeweiligen Orten wurden zum Teil als "Heimsuchungen" empfunden, denn was ihm im jeweiligen Schloss oder Kloster gefiel, mußte mehr oder weniger freiwillig zur Ausstattung der Franzensburg hergegeben werden. So wurden für die Kunstwerke (vor allem für die kostbaren Holzdecken) eigens Gebäudeteile dazugebaut. Die Schlossanlage enthält so Kunstwerke aus dem gesamten damaligen österr. Herrschaftsbereich.

Am Spätnachmittag feierten wir in der barocken Pfarrkirche Vesper und Eucharistie. Das schönste Ausstattungsstück der Kirche ist die Rokoko-Kanzel, die für die Schwarzspanierkirche (ehemal. von span. Benediktinern besiedeltes Kloster) in Wien bestimmt war.

Ein gemütliches Beisammensein beschloss diesen schönen und ereignisreichen Tag.

fr. Stephan-Maria Szinai OSB

  

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