Lange Nacht der Kirchen:
Begegnungen, Musik, Führungen, Regen, Wiedersehen, neue Eindrücke ...
27. Mai 2011


Es waren die Kinder, die heuer die „Lange Nacht der Kirchen“  bei den Schotten eröffneten. Noch bevor die Glocken Wiens zum offiziellen Auftakt um 18:00 Uhr läuteten, machten sie sich auf der Suche nach Details und besonderen Orten im Kirchenraum. Eine Foto-Rätsel-Rallye lud zum genauen Hinschauen ein. Vor der Kirche wurden Wünsche und Gebete mit Hilfe unzähliger „Schottenpfarre“-Luftballons „in den Himmel“ geschickt.

„Kloster in der Stadt sind wir“, so heißt es jeden Abend bei der Komplet. Und dieses Kloster-Sein inmitten einer Großstadt, bildete den geistigen Rahmen des diesjährigen Programms auf der Freyung. So waren auch heuer wieder die Vesper und die Komplet – die abendlichen Gebetszeiten der Kirche – Fixpunkte. Der benediktinische Aspekt wurde abgerundet durch eine Kirchenführung von P. Laurentius unter dem Titel “Ut in omnibus glorificetur deus – klösterliches Leben im Herzen der Stadt.“

Strömender Regen und eine Temperatursturz von mehr als 15 Grad hielten die Besucher nicht davon ab, sich in langer Schlange zum Besuch der Krypta anzustellen. Die Möglichkeit unter anderem die Grabstätte Herzogs Heinrich Jasomirgott und der Mönche und den ältesten Römersarkophag Wiens bei Kerzenlicht zu besichtigen, entpuppte sich einmal mehr als ein absolutes Highlight.

Den musikalischen Höhepunkt bildete heuer LISZTiges – ein Konzert zum 200. Geburtstag von Franz Liszt, mit Sitftsorganistin Zuzana Ferjencikova und P. Ralph Greis aus Jerusalem an Orgel und  Klavier und Gesang von Christian Sist (Bass) – wobei eine der großen Fragen war: wie ist der Bösendorfer auf die Orgelempore gekommen?

100 Teelichter erleuchteten auch heuer wieder den Altarraum: abgestellt und angezündet von den vielen Menschen, die auch heuer wieder unsere Kirche besucht haben, zufällig vorbeigekommen oder gezielt zu einem Programmpunkt gekommen sind; geschaut, gehört und gebetet haben. Einander, uns und hoffentlich auch Gott begegnet sind.

U.I.O.G.D  – Ut in omnibus glorificetur Deus – Damit in allem Gott verherrlicht werde.

Benedikta Seidl Obl. OSB

  

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