Aus dem Museum:
Lange Nacht der Museen
Sa., 1. Oktober 2011


Am 1. Oktober veranstaltete der ORF zum zwölften Mal die „Lange Nacht der Museen“, an der sich das Museum im Schottenstift bereits zum fünften Mal beteiligte. Vor allem unter der fachkundigen Führung unserer Stiftsführerin Eva Landauer wurden viele interessierte Besucher mit der Geschichte und den Exponaten des Museums (vor allem dem Altar des Schottenmeisters), sowie der Stiftsbibliothek (größte Privatbibliothek Wiens, einzige klassizistische Stiftsbibliothek Österreichs) vertraut gemacht und konnten anschließend auch im Klosterladen so manch Interessantes mit nach Hause nehmen.  

Lag in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt besonders auf kunstgeschichtlichen Themen, denen demzufolge Spezialführungen gewidmet waren, so rückte dieses Mal die Stiftsbibliothek stärker in den Mittelpunkt des Interesses. Viele Besucher waren schon allein von der Architektur des Raumes beeindruckt. Vor allem dem Unterschied zu den sonst barocken Stiftsbibliotheken in Österreich war es zu verdanken, dass wir den Besuchern etwas Besonderes zeigen konnten.

Fast schon zur hausinternen Tradition gehört es, dass als weiterer kultureller Programmpunkt während der „Langen Nacht der Museen“ im Prälatensaal ein Kammerkonzert mit Schülern des Schottengymnasiums stattfindet. Dieses Jahr standen Werke von J.S. Bach (1685-1750), Franz Schubert (1797-1828), Robert Schumann (1810-1856), Antonin Dvo?ák (1841-1904) und Richard Strauss (1864-1949) auf dem Programm, die von den Schülern Benedikt Hellsberg (Violoncello), Laura Schullern (Violine) und Julius Zeman (Klavier) mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen zur Aufführung gebracht wurden. Als besonderer Gast des Abends sang die international bekannte Opern- und Kammersängerin Ildikó Raimondi zwei Lieder von Franz Schubert und Richard Strauss. Das zahlreich erschienene Publikum dankte den Interpreten für ihre Darbietungen mit einem herzlichen Applaus. Auch seitens der Verantwortlichen des Museums sei allen Interpretinnen und Interpreten für die Bereitschaft, bei diesem Konzert mitzuwirken, nochmals ein ganz herzlicher Dank ausgesprochen!

Dr. Martin Czernin