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Dialogues Mystiques:
Dem Jahresthema entsprechend stand César Francks Komposition im Mittelpunkt auch dieses Abends „Prière“, eine mystische Meditation über die Seelenzustände des betenden, mit Gott ringenden Christen. Sie stößt aus Angst und Leid in cis-Moll durch in die erhellende Dur-Tonart von Zuversicht und Erhörung. Auch in diesem „Monument des Glaubens“ (Vincent d’Indy) spiegelt sich die geistliche Kraft des Kreuzes. Zuzana M. Maria Ferjenčíková, Organistin unserer Abtei und zugleich des Konzertes, hat sich mit diesem „Gebet“ zwar schon auf einer CD verewigt. Wie sie es aber an diesem Abend vortrug, übertraf für mich die frühere, ausgezeichnete Einspielung noch in Deutung, Stimmung und Klang. Den dramatischen Höhepunkt des Konzertes bildete Franz Liszts „Fantasie und Fuge über den Choral Ad nos, ad salutarem undam“, „Zu uns, zur rettenden Woge (kehrt zurück, ihr Unglücklichen)“. 30 Minuten lang transformiert Liszt darin den Choral, „zeigt im Reichtum der Ideen und Farben der Orgel jede denkbare Regung des menschlichen Herzens, jedes angenommene Kreuz des menschlichen Lebens, und verwandelt es zum Schluss in entschiedene Hoffnung, einen offenen Himmel, dem die jubelnde, befreite Seele entgegen schreitet“ (Z. Ferjenčíková im Programm). Die Auswahl der Kompositionen und ihre Präsentation standen symbolisch für ein persönliches Bekenntnis zu Sinn und Verwandlungskraft des Kreuzes, insbesondere aber für eine Kirchenmusik(erin), die Gottes Güte selbst im Leiden und Gottes Schönheit zu ihrer frohen Botschaft gemacht hat.P. Georg Braulik OSB |
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