Zur Weihnachtszeit 2009
Geistlicher Impuls aus dem Kloster


Nun ist es gekommen und auch schon wieder vorbei: das Weihnachtsfest 2009. Bei uns auf der Freyung weichen die Verkaufsstände des Christkindlmarkts den Buden und anderen Aufbauten für den „Silvesterpfad“, und durch die fleißige Arbeit der Reinigungsdienste wird auch davon am Vormittag des 1. Jänner kaum mehr etwas zu sehen sein. Kirchlich schließt die Weihnachtszeit mit den Festen der Erscheinung und der Taufe des Herrn, in der Öffentlichkeit wird schon früher „abgeräumt“. Gibt es etwas, was vom Weihnachtsfest länger bleibt?

Das Kind in der Krippe müsste die Chance bekommen, in unseren Familien und Gemeinschaften, in unserem Leben also, wie bei Maria und Josef groß zu werden: „heranzuwachsen und groß zu werden: Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen (Lk 2,52). Wenn wir dann auch noch wie Maria alles, was geschehen war, in unserem Herzen bewahren (Lk 2,51), dann könnte es doch sein, dass wir die Botschaft von Weihnachten weiter tragen und von ihr getragen werden; sie ist zusammengefasst in einem Namen: Immanuel, Gott ist mit uns (Mt 1,23).

Abt Johannes

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