Juni 2011:
Sommer!
Geistlicher Impuls aus dem Kloster


Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich freue mich von Jahr zu Jahr mehr auf die Ferien im Sommer. Nicht dass ich das, was ich im Lauf des Arbeitsjahres zu tun habe, nicht gerne machen würde; nicht dass ich mich am Ende der Ferien nicht wieder freuen würde über den gewohnten Rhythmus des klösterlichen Arbeitstages: aber die Wochen, in denen so vieles anders läuft, tun mir gut und machen mir Freude.

Dazu gehört aber auch ein wesentlicher Teil des „normalen Jahres“: das Gebet. Es ist zwar nicht das Chorgebet, das wir sonst pflegen, aber auch in den Ferien begleiten mich die Psalmen. Einen von ihnen, der sich in dieser Zeit besonders leicht beten lässt, ist Psalm 8. Mit einigen Versen daraus wünsche ich Ihnen allen auch im Namen meiner Brüder einen erholsamen Sommer.

Herr unser Herrscher,wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde.Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger,Mond und Sterne, die du befestigt.Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt,Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,hast ihm alles zu Füßen gelegt:All die Schafe, Ziegen und Rinderund auch die wilden Tiere,die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.Herr unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!

Abt Johannes


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