| Orgelmusik
in der Schottenkirche
Liturgische Musik hat bei uns hohen Stellenwert
----------------------------------------------------------------------
CD-Einspielung:
Marcel Dupré: Kreuzweg
mit Gesängen aus der Dormitio-Abtei in Jerusalem
Die anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums Dormitio-Abtei in Jerusalem in einer Zusammenarbeit mit dem Schottenstift entstandene CD ist unter anderem im Klosterladen erhältlich. Zuzana Ferjencikova spielt auf der Mathis-Orgel der Schottenkirche, dazu singt die Schola der Dormitio.
----------------------------------------------------------------------
Nach Abschluss der Innenrenovierung der Schottenkirche im Mai 1994 wurden
zwei Mathis-Orgeln aufgestellt. Die Chororgel wurde am 18. Dezember 1994
eingeweiht, die Hauptorgel folgte am 13. Jänner 1996. So sind die
Möglichkeiten für vielfältige musikalische Aktivitäten
gegeben.
Die Orgeln der Schottenkirche
Die beiden Instrumente der Wiener Schottenkirche wurden 1994 bis 1996
von der Orgelbaufirma Mathis aus Näfels (CH) errichtet und stellen
in der Wiener Orgellandschaft ein klanglich herausragendes modernes Beispiel
gediegener Orgelbaukunst dar. Die unterschiedlichen Konzepte beider Instrumente
ermöglichen eine sehr vielfältige Verwendung in unterschiedlichsten
musikalischen Bereichen. (Chorgebet, Volksgesang, Literaturspiel; mehrchöriges
Musizieren, etc.) Die 20 Stimmen umfassende Chororgel ist als eigenständiges,
zur Hauptorgel kontrastierendes Werk konzipiert. Die Gliederung in ein
klangvolles Hauptwerk auf der rechten und dem Neben- bzw. Begleitwerk
mit Pedalwerk auf der linken Seite, verlangen vom Organisten nicht zuletzt
durch die Tatsache der Querbeschallung des Kirchenraumes künstlerisches
Einfühlungsvermögen und Sensibilität bei der Art der Registrierung.
Die Hauptorgel wurde im historischen Gehäuse von 1804 errichtet.
Die 49 Stimmen sind verteilt auf das im linken Teil des Gehäuses
aufgestellte Hauptwerk mit Kleinpedal, das gegenüberliegende Schwellwerk
mit Großpedal und das in der Brüstung stehenden Rückpositiv.
Die Klangausrichtung der großen Orgel basiert auf Grundstimmen und
ihre Färbung durch Zungenstimmen, auf reiche Registermischungen,
auf flächig-dynamischen Klang und lehnt sich, beeinflusst durch die
Orgellandschaften des süddeutschen Raumes, an den französisch-romantischen
Orgelbau an, ohne diesen jedoch zu kopieren. Die Chororgel ist eher dem
Farbenreichtum einzelner Stimmen und sparsamer Registermischungen verpflichtet,
was der Klarheit barocker Klangvorstellung besonders entgegenkommt.
|